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KGV Kleiner Dörnbach e.V.
Gemeinschaft pflegen – Natur genießen
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Unsere Vereinsgeschichte

Gemeinsam aufgebaut – seit 1980

Unser Kleingärtnerverein „Kleiner Dörnbach“ e.V. wurde im Jahr 1980 gegründet. Die Entstehung und Entwicklung unserer Kleingartenanlage fällt damit in eine Zeit, in der gemeinschaftliche Arbeit und Eigenleistung im Vereins- und Alltagsleben der DDR eine wichtige Rolle spielten.

Auch bei uns wurde vieles nicht einfach fertig bereitgestellt. Die Kleingärtner selbst packten an. Wege mussten angelegt, Flächen gestaltet und die notwendige Infrastruktur geschaffen werden. Wasser und Strom wurden Schritt für Schritt aufgebaut und die Anlage dadurch immer weiter erschlossen.

Ein fester Bestandteil dieser Zeit waren die Subbotniks. Bei gemeinsamen Arbeitseinsätzen trafen sich die Kleingärtner, um Arbeiten zu erledigen, die allein kaum zu bewältigen gewesen wären. Es wurde gegraben, gebaut, geräumt, transportiert und instand gesetzt. Viele Hände, viele Stunden und am Ende ein sichtbarer Fortschritt für die gesamte Anlage.

Dabei ging es nicht nur darum, etwas zu schaffen, sondern auch darum, miteinander etwas zu schaffen. Die Kleingärtner halfen sich gegenseitig und jeder brachte seine Fähigkeiten und Möglichkeiten ein.

Unsere Vereinshütte – gebaut, wie es eben ging

Ein besonders schönes Beispiel für diesen Gemeinschaftsgeist ist unsere Vereinshütte.

Das Blockhaus wurde von den Vereinsmitgliedern selbst gebaut. Es entstand durch Eigenleistung und viele gemeinsame Arbeitsstunden. Material wurde organisiert, verarbeitet und verbaut – und manches wurde eben so verwendet, wie es damals verfügbar war.

Das sieht man unserer Vereinshütte bis heute an – vor allem an ihrem markanten Dach.

Denn die passenden Dachbinder waren damals offenbar gerade nicht zu bekommen. Also musste man nehmen, was verfügbar war. Das Ergebnis ist ein Dach, das unserer Vereinshütte bis heute ihr ganz eigenes und unverwechselbares Aussehen gibt.

Heute könnte man darüber vielleicht schmunzeln. Damals hieß es eher: „Was nicht da ist, kann man nicht verbauen – also bauen wir mit dem, was wir bekommen.“

Und genau das macht die Hütte zu einem besonderen Stück Vereinsgeschichte. Sie ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein sichtbares Zeugnis der damaligen Zeit und der Eigenleistung unserer Mitglieder.

Aus vielen Arbeitseinsätzen wurde eine Kleingartenanlage

Mit den Jahren wurde die Anlage immer weiter ausgebaut. Die Strom- und Wasserversorgung entstand, Wege und Gemeinschaftsflächen wurden geschaffen und vieles wurde durch die Mitglieder selbst gepflegt, repariert und weiterentwickelt.

Was heute selbstverständlich erscheint, war damals mit Organisation, Eigenleistung und manchmal auch mit viel Improvisation verbunden.

Die Subbotniks und gemeinsamen Arbeitseinsätze waren deshalb ein wichtiger Teil der Vereinsgeschichte. Sie haben nicht nur Wege, Gebäude und Infrastruktur geschaffen, sondern auch den Zusammenhalt unter den Kleingärtnern geprägt.

Unser Verein heute

Heute gehören zu unserem Verein 49 Pachtgärten. Zusätzlich gibt es 4 Außengärten, die ebenfalls mit Strom und Wasser versorgt werden.

Über vier Jahrzehnte liegen inzwischen zwischen den ersten Arbeitseinsätzen und unserem heutigen Vereinsleben. Die Zeiten haben sich verändert, die Möglichkeiten sind andere geworden – aber ein Grundgedanke ist geblieben:

Eine Kleingartenanlage lebt von den Menschen, die sich für sie einsetzen.

Was 1980 mit Gemeinschaft, Eigenleistung, Subbotniks und einer gehörigen Portion Improvisation begann, wird bis heute weitergeführt.

Unsere Anlage ist damit auch ein Stück Zeitgeschichte: von ihren Mitgliedern aufgebaut, durch Gemeinschaft gewachsen und bis heute durch das Engagement der Kleingärtner erhalten.

Seit 1980 – gemeinsam aufgebaut, gemeinsam erhalten, gemeinsam weiterentwickelt.

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